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Europäische Installationsbus

Der Europäische Installationsbus " EIB". Er ist das weltweit führende System zur "intelligenten" Vernetzung von Elektroinstallationen.

Die zusätzlich zur Netzleitung verlegte Busleitung verbindet Geräte und Anlagen wie Heizung, Beleuchtung oder Belüftung, die bisher unabhängig voneinander funktionierten, zu einem wirtschaftlichen, auf die individuellen Bedürfnisse optimal angepaßten System.

Durch diese Vernetzung werden jetzt und in Zukunft neue Funktionen möglich, die sich bisher nur schwer oder nicht verwirklichen ließen.

So kann über das Umdrehen des Haustürschlüssels das vergessene Kellerlicht oder die Stromzufuhr zum Bügeleisen abgeschaltet werden.

Mit EIB lassen sich
  • Beleuchtung
  • Heizung
  • Alarm
  • Lüftung
  • Beschattung
  • Fernzugriff über Internet, Handy, Telefon
zusammenschalten.

Fazit: Der EIB steigert maßgeschneidert Wohnkomfort, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit, und das Tag für Tag, ein Leben lang.

 
 
Technik des EIB-Netzes

Zwischen dem Verbraucher (zum Beispiel Elektrogerät, Lampe, Fensteröffner) und der Netzspannung wird ein Steuerungsgerät, „Aktor“ genannt, eingebaut. Der Aktor ist an das EIB-Netz angeschlossen und erhält von diesem Daten.

Diese Daten stammen entweder direkt von einem Sensor (zum Beispiel Schalter, Helligkeit, Temperatur, CO2-Konzentration) oder indirekt von einem Computer (z. B. regelt dieser zeitgesteuerte Schaltungen, sonstige Auswertung von Sensordaten je nach seiner Programmierung).

Erhält der Aktor den Befehl, dem Verbraucher Spannung zuzuführen, so schaltet er die Netzspannung an das Gerät durch. Der Befehl kann von unterschiedlichen Sensoren kommen.

Die EIB-Leitung (Bezeichnung u.a. J-Y (St) Y 2x2x0,8 EIB bzw. YCYM 2x2x0,8) besteht in der Regel aus zwei Aderpaaren (rot-schwarz und weiß-gelb), wovon jedoch nur rot-schwarz verwendet wird.

Die Busleitung soll wenigstens IEC 189-2 oder der äquivalenten nationalen Bestimmung entsprechen.

Die Leitungen mit den oben genannten Bezeichnungen werden diesbezüglich empfohlen.

Als weitere Leitungen sind JH(St)H 2x2x0,8 bzw. A-2Y(L)2Y 2x2x0,8 empfohlen. Allen Leitungen gemein sind die Durchmesser von 0,8mm. Als maximaler Durchmesser ist 1 mm angegeben.

Bei allen empfohlenen Leitungen sind die Verlegevorschriften einzuhalten, lediglich bei der sogenannten zertifizierten EIB-Leitung (YCYM) darf die Leitung direkt neben Starkstromleitungen verlegt werden.

Die EIB-Anlage wird von einer Spannungsversorgung mit 30 V Nennspannung [Gleichspannung] versorgt. Diese Spannung versorgt die Busankoppler, über die jedes EIB-Gerät mit den anderen vernetzten EIB-Geräten kommuniziert. Der Datenaustausch zwischen den EIB-Geräten erfolgt über Telegramme.

Durch das Zugriffsverfahren CSMA/CA werden Telegrammverluste im Falle von Kollisionen ausgeschlossen. Der EIB-Bus kommuniziert mit einer Übertragungsrate von 9,6 kBit/s, was bei korrekter Programmierung auch für mehrere 10.000 Geräte ausreichend ist.

Probleme in der Praxis haben zu einer Erweiterung der Datenübertragung durch Einsatz von Ethernet in den Hauptlinien geführt.

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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Europäischer Installationsbus aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.